Wer lange Strecken im Gelände läuft, kennt das Dilemma: Der Schuh soll bequem dämpfen, ohne zu schwammig wirken, und auf nassen Wurzeln nicht wegrutschen. Der Hoka Mafate Speed 4 verspricht diese Mischung – wir haben Testberichte, Messdaten und Langzeiterfahrungen ausgewertet, um zu zeigen, ob er nach über 1000 Kilometern hält, was die Werbung verspricht.

Sprengung: 5 mm ·
Gewicht (Herren, US 9): ca. 280 g ·
Sohlendicke Ferse: 32 mm ·
Sohlendicke Vorfuß: 27 mm ·
Laufsohle: Vibram® Megagrip ·
Einsatzbereich: Trailrunning, lange Distanzen

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Nachfolger Mafate Speed 5 wird für 2025/2026 erwartet (NorthernRunner.com (Fachblog))
  • Preisveränderungen durch neue Modelle möglich – aktuell bei ca. 180–200 € (HOKA (Hersteller))

Die wichtigsten technischen Daten im Überblick:

Technische Daten im Überblick
Eigenschaft Wert
Marke Hoka
Modell Mafate Speed 4
Kategorie Trailrunning-Schuh
Sprengung 5 mm
Sohlendicke (Ferse) 32 mm
Sohlendicke (Vorfuß) 27 mm
Gewicht (Herren US 9) ca. 280 g
Sohle Vibram® Megagrip
Einstiegspreise (ca.) 180–200 €

Sind die Hoka Mafate Speed 4 gut?

Die kurze Antwort: Ja – aber mit Einschränkungen. Der Schuh überzeugt auf technischen, trockenen Trails durch erstklassige Dämpfung und sicheren Grip. Auf nassem und schlammigem Untergrund zeigt die Sohle jedoch Schwächen, wie HalfMarathons.net (Laufportal) in einem Test feststellt. RunRepeat (Laufschuh-Datenbank) misst eine Fersenstapelhöhe von 37 mm und einen Drop von nur 3 mm – Werte, die eine aggressive, aber dennoch geschützte Laufposition fördern.

Was sagen Läufer nach 1000 km?

Mehrere Langzeittests berichten, dass die Dämpfung auch nach 1000 Kilometern nicht spürbar nachlässt. Hunting for Bliss (Langzeittest-Blog) beschreibt, dass die Füße selbst nach zehn Stunden Laufzeit keine Ermüdungserscheinungen zeigen. EmigranTrailer (Langzeitnutzer) bestätigt nach rund 1400 km einen weiterhin hohen Komfort und eine stabile Dämpfung. Die Abnutzung der Sohle sei moderat – ein deutlicher Pluspunkt gegenüber vielen Konkurrenten.

Vorteile und Nachteile im Überblick

Upsides

  • Hervorragende Dämpfung für Ultradistanzen (RunRepeat)
  • Vibram Megagrip mit 5 mm Stollen für guten Halt (HOKA (Hersteller))
  • Schnell trocknendes Mesh-Obermaterial (Hiking Trails (Outdoor-Magazin))
  • Sofort bequem aus dem Karton (HalfMarathons.net)

Downsides

  • Nicht wasserdicht – durchnässt schnell (RunRepeat)
  • Schwächere Traktion auf nassem und schlammigem Untergrund (HalfMarathons.net)
  • Relativ schwer für einen Trail-Schuh (293 g laut RunRepeat-Messung) (RunRepeat)
  • Enge Passform im Vorfußbereich für breite Füße (Believe in the Run (Laufschuh-Blog))
Der Kompromiss

Wer auf schlammigen Wäldern unterwegs ist, greift besser zu einem Schuh mit aggressiverem Profil. Für trockene, technische Alpintrails ist der Mafate Speed 4 jedoch eine der besten Optionen auf dem Markt.

Der Mafate Speed 4 meistert trockene, technische Trails hervorragend, schwächelt jedoch auf nassem Untergrund.

Ist Hoka dabei, den Mafate Speed 4 einzustellen?

Eine offizielle Bestätigung von Hoka gibt es nicht. Der Mafate Speed 4 wird weiterhin auf der Herstellerseite gelistet und in vielen Größen angeboten. Allerdings mehren sich Hinweise, dass ein Nachfolger – der Mafate Speed 5 – in der Entwicklung ist. NorthernRunner.com (Fachblog) berichtet von einem veränderten Obermaterial und einer überarbeiteten Dämpfung beim Speed 5. Die Lite-Version, die Mitte 2024 erschien, ergänzt das Sortiment, ersetzt aber nach aktueller Einschätzung nicht das Standardmodell.

Aktuelle Verfügbarkeit des Modells

Der Schuh ist bei den meisten Händlern noch in regulären Größen erhältlich. Rabattaktionen deuten auf eine bevorstehende Ablösung hin – üblich bei Hoka-Modellwechseln. Der Preis liegt stabil zwischen 180 und 200 Euro.

Mafate Speed 4 Lite als Nachfolger?

Die Lite-Version ist leichter und besitzt ein vereinfachtes Obermaterial. Sie richtet sich an Läufer, die weniger Wert auf maximale Stabilität legen. RunRepeat (Datenbank) zufolge sind die Unterschiede gering – die Lite-Version könnte ein Einstiegsmodell bleiben, kein direkter Ersatz.

Vorsicht bei Rabatten

Wer den Mafate Speed 4 in seiner Lieblingsfarbe sucht, sollte bei starken Preisnachlässen genau auf die Größenverfügbarkeit achten – oft sind nur noch Restbestände vorhanden.

Wer jetzt kauft, sollte die Preise im Auge behalten – Rabatte deuten auf den Modellwechsel hin.

Was ist die Alternative zum Hoka Mafate Speed 4?

Der Markt für maximal gedämpfte Trail-Schuhe ist breit. Zwei direkte Konkurrenten stechen hervor: der Hoka Mafate Speed 5 (sobald erhältlich) und der Brooks Cascadia 17. Wir haben die wichtigsten Modelle gegenübergestellt.

Vergleich: Hoka Mafate Speed 4 vs. Speed 5 vs. Brooks Cascadia 17
Eigenschaft Mafate Speed 4 Mafate Speed 5 (erwartet) Brooks Cascadia 17
Sprengung 5 mm 5 mm (geschätzt) 8 mm
Gewicht (US 9) ca. 280 g (Hoka) / 293 g (RunRepeat) ca. 290 g (Gerücht) ca. 295 g
Dämpfung ProFly-X-Schaum überarbeitete Mischung DNA Loft v3
Sohle Vibram Megagrip Vibram Megagrip TrailTack Gummimischung
Preis (ca.) 180–200 € 200–220 € (erwartet) 160–180 €

Der Brooks Cascadia 17 bietet eine geringere Dämpfung, aber mehr Stabilität für Überpronierer. RunRepeat bewertet den Mafate Speed 4 insgesamt höher für lange Distanzen, während der Cascadia auf gemäßigten Trails punktet.

Andere Trailrunning-Schuhe mit ähnlicher Dämpfung

Salomon Ultra Glide 2 und Saucony Xodus Ultra sind ebenfalls starke Alternativen. Beide haben eine weichere Dämpfung und eignen sich für Läufer, die den Hoka-Stil mögen, aber eine breitere Passform bevorzugen. NorthernRunner.com (Fachblog) empfiehlt den Ultra Glide für Läufe auf weichem Untergrund.

Die Faustregel

Für Läufer, die das meiste auf technischen, trockenen Trails unterwegs sind, bleibt der Mafate Speed 4 die erste Wahl. Für nasse Wälder oder breitere Füße sind Alternativen wie der Brooks Cascadia oder Salomon Ultra Glide besser geeignet.

Die Wahl des richtigen Trail-Schuhs hängt letztlich vom bevorzugten Gelände ab.

Was ist der Unterschied zwischen Hoka Mafate 5 und Speed 4?

Da der Mafate Speed 5 noch nicht offiziell veröffentlicht ist, basieren die Unterschiede auf Gerüchten und frühen Testmustern. Sicher ist: Beide Modelle teilen die Vibram Megagrip Sohle und die 5-mm-Sprengung. Der Speed 5 soll etwas schwerer sein und ein überarbeitetes Obermaterial mit besserer Belüftung bieten.

Gewicht und Dämpfung

NorthernRunner.com (Fachblog) geht davon aus, dass der Mafate Speed 5 etwa 10–15 g schwerer wird, dafür aber eine noch haltbarere Dämpfungsmischung erhält. Der Mafate Speed 4 bleibt unter dem Strich der leichtere und agilere Schuh.

Sprengung und Sohlendicke

Die Sprengung von 5 mm bleibt gleich. Die Sohlendicke wird laut Leaks minimal angepasst – der Speed 5 könnte 1–2 mm mehr unter der Ferse haben, was den Drop von 3 mm (laut RunRepeat-Messung) des Vorgängers geringfügig verändert. Offizielle Daten liegen noch nicht vor.

Fazit: Der Mafate Speed 4 ist der leichtere, reaktive Schuh für technische Trails. Der Speed 5 zielt auf mehr Haltbarkeit und Komfort für Ultradistanzen. Käufer, die jetzt einen Schuh brauchen, können bedenkenlos zum Speed 4 greifen – der Aufpreis für den Nachfolger lohnt sich nur bei hohen Laufleistungen.

Der Mafate Speed 4 bleibt für die meisten Läufer die sinnvollere Wahl, bis der Nachfolger mit verbesserten Eigenschaften erscheint.

Was denken Podologen über Hoka-Schuhe?

Podologen schätzen die hohe Dämpfung von Hoka-Schuhen bei Patienten mit Fersensporn oder Achillessehnenproblemen. Die weiche Dämpfung entlastet die Ferse und die Achillessehne, kann aber bei Überpronation die Stabilität beeinträchtigen. RunRepeat merkt an, dass der Mafate Speed 4 einen neutralen Fußabdruck hat – also keine Korrekturstütze bietet. Für Läufer mit neutraler Fußstellung ist das ideal; für Überpronierer sind andere Modelle besser geeignet.

Podologische Bewertung der Dämpfung

Nach Einschätzung von Fachleuten (zitiert in verschiedenen Laufmagazinen) reduziert die starke Dämpfung die Stoßbelastung um bis zu 20 % im Vergleich zu traditionellen Trail-Schuhen. Das kann bei langen Abfahrten die Gelenke schonen – erhöht aber auch das Risiko von Umknickverletzungen, wenn die Stabilität nicht zum Läufertyp passt.

Empfehlung für bestimmte Fußtypen

Podologen empfehlen den Mafate Speed 4 besonders für Läufer mit hohem Fußgewölbe und neutraler Pronation. Für Senkfüße oder Überpronierer sind stabilere Modelle wie der Brooks Cascadia oder der Hoka Speedgoat 5 besser geeignet – das bestätigt auch Believe in the Run (Laufschuh-Blog).

Die Krux

Hoka-Schuhe sind bei Podologen umstritten: Sie entlasten zwar die Ferse, bieten aber kaum Pronationsstütze. Der Mafate Speed 4 liegt genau im neutralen Bereich – also ideal für neutrale Läufer, riskant für Überpronierer.

Podologische Empfehlungen bestätigen die Stärken des Schuhs für neutrale Läufer auf technischen Strecken.

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • Vibram Megagrip Sohle mit 5 mm Stollen (HOKA)
  • Sprengung offiziell 5 mm, gemessen bei 3 mm von RunRepeat (RunRepeat)
  • Haltbarkeit über 1000 km bestätigt (Hunting for Bliss)
  • Geeignet für Ultradistanzen und technische Trails (RunRepeat)
  • Keine wasserdichte Membran (RunRepeat)

Was unklar ist

  • Ob der Mafate Speed 4 Lite den Standard ersetzt (RunRepeat)
  • Wie sich der Mafate Speed 5 in der Passform unterscheidet (NorthernRunner.com)
  • Ob der Schuh bei sehr breiten Füßen langfristig komfortabel bleibt (Believe in the Run)

Die gesicherten Erkenntnisse überwiegen, doch einige Fragen bleiben offen – insbesondere zur künftigen Modellpolitik von Hoka.

Stimmen aus der Praxis

Nach 1000 Kilometern: Keine Ermüdung der Füße, selbst nach 10 Stunden Laufzeit. Die Dämpfung ist immer noch wie am ersten Tag.

– Tester von Hunting for Bliss (Langzeittest-Blog)

Hervorragender Grip und komfortable Dämpfung, aber das Obermaterial ist nicht wasserdicht. Bei nassem Wetter sind die Füße schnell durchnässt.

– Tester von RunRepeat (Laufschuh-Datenbank)

Auf dem GR20 in Korsika – einer der abrasivsten Trails Europas – hat der Schuh keine erkennbaren Abnutzungsspuren gezeigt. Das Mesh trocknet unglaublich schnell.

– Tester von Hiking Trails (Outdoor-Magazin)

Der Mafate Speed 4 fühlt sich sicherer und enger an als der Speedgoat 5. Für technische Trails eine klare Empfehlung.

– Tester von Believe in the Run (Laufschuh-Blog)

Die Rückmeldungen zeigen ein einheitliches Bild: Der Mafate Speed 4 ist ein zuverlässiger Begleiter für lange, technische Trails – solange es trocken bleibt.

Fazit

Der Hoka Mafate Speed 4 ist kein Alleskönner, aber auf seinem Spezialgebiet – trockene, technische Langstrecken – nahezu unschlagbar. Die Dämpfung bleibt über hunderte Kilometer stabil, der Grip auf Fels und trockenen Waldwegen ist exzellent. Wer hingegen oft in nassem Schlamm läuft oder eine wasserdichte Membran braucht, sollte zu Alternativen wie dem Brooks Cascadia oder dem Salomon Ultra Glide greifen. Für Läufer im deutschsprachigen Raum, die auf den Alpinen Trails unterwegs sind, ist die Entscheidung klar: Der Mafate Speed 4 ist die sichere Bank für Ultradistanzen – oder das Warten auf den Speed 5, wenn mehr Haltbarkeit gewünscht wird.

Häufig gestellte Fragen

Für welche Distanzen eignet sich der Hoka Mafate Speed 4?

Er ist für lange Trail-Distanzen konzipiert, ideal ab Halbmarathon bis Ultramarathon. Die Dämpfung unterstützt auch 100-km-Läufe.

Ist der Hoka Mafate Speed 4 wasserdicht?

Nein, er hat keine wasserdichte Membran. Bei Nässe werden die Füße schnell nass (RunRepeat).

Wie fällt die Größe des Hoka Mafate Speed 4 aus?

Er fällt true to size aus. Läufer mit breiten Füßen sollten jedoch eine halbe Größe größer wählen (Believe in the Run).

Kann man den Hoka Mafate Speed 4 auch auf der Straße laufen?

Ja, aber die 5-mm-Stollen machen ihn auf Asphalt klobig und laut. Für gelegentliche Straßenpassagen auf dem Weg zum Trail ist es okay, für reine Straßenläufe nicht geeignet.

Gibt es den Hoka Mafate Speed 4 in einer wasserdichten Version?

Nein, Hoka bietet keine GTX-Version des Mafate Speed 4 an. Wer Wasserdichtigkeit braucht, sollte zum Hoka Speedgoat 5 GTX greifen.

Ist der Hoka Mafate Speed 4 für Anfänger geeignet?

Bedingt. Die hohe Dämpfung kann Anfängern helfen, die Stoßbelastung zu reduzieren. Allerdings erfordert die geringe Sprengung (5 mm) eine gute Achillessehnenflexibilität. Anfänger sollten vorher einen Laufschuh-Fachhändler konsultieren.